Miteinander in Harmonie leben
Praxiszeit für Eltern und Kinder
Wenn wir als Familie gemeinsam praktizieren, haben wir ein stabiles Fundament, auf dem sich Kommunikation, Offenheit, Verstehen, Wohlwollen und Mitempfinden entwickeln können. Die durchgehende Praxis der Achtsamkeit in allem Tun unterstützt uns darin, die Dinge um uns herum und vor allem einander bewusster und mit neuen Augen zu sehen. Die Zeit des Miteinanders und des gemeinsamen Praktizierens ist klar strukturiert. Es gibt unterschiedliche und gemeinsame Aktivitäten für Eltern und Kinder.
Die Eltern werden - inspiriert und unterstützt durch Vorträge - in Gesprächsrunden vertiefen, was es bedeutet, eine spirituelle Dimension in ihre Partnerschaften und ihr Familienleben zu bringen und welche konkreten Elemente in das Leben integriert werden können. Besonders werden die "Fünf Achtsamkeitsübungen", die Praxis des "achtsamen Zuhörens" und der "Neubeginn" dabei betrachtet. Die Meditationspraxis soll durch klare Anweisungen und persönliche Begleitung gefestigt werden.
Die Kinder werden altersgerecht mit verschiedenen Elementen der Praxis vertraut gemacht. Dabei werden sie in kleineren, Themen bezogenen Gruppen von jeweils zwei Mitgliedern der Sangha begleitet. Im Vordergrund steht dabei das spielerische erlernen und vertiefen der Achtsamkeit. Hier werden uns Erkundungsgänge in der Natur und kreative Arbeiten unterstützen.
Im gemeinsamen Praktizieren lernen sie, unterstützt durch kurze Entspannungszeiten, kleinere geführte Meditationen und kurze Rituale, immer wieder zu sich und zur Stille zu kommen. Im Miteinander entwickeln sie Fürsorge und Rücksicht, entdecken ihre Emotionen und lernen, sich ihnen zuzuwenden und mit Konflikten geschickter umzugehen.
Eltern und Kinder lernen wieder, für einander dazu sein, einander zuzuhören und sich in ihrem Anderssein anzunehmen. Sie verstehen, dass sie nur gemeinsam ihr Zusammensein gestalten können und dass jeder auf seine Weise dazu beiträgt.
Ein wichtiger Teil des gemeinsamen Praktizierens ist das "achtsame Essen". Alle Mahlzeiten werden gemeinsam in einer ruhigen, konzentrierten Atmosphäre eingenommen - einschließlich einer kurzen Zeit der Stille von ca. 10 Minuten.
Exemplarischer Tagesablauf
6.00 Wecken
6.30 Meditation
8.00 Frühstück für alle
9.15 Morgenkreis für alle - "Wir begrüßen singend den Tag", anschließend teilen wir uns in drei Gruppen mit unterschiedlichen Aktivitäten auf:
a) Zeit für den achtsamen Kindergarten bis 12.45
Während dieser Zeit kümmert sich ein Elternteil um die Kleinen (bis 5 Jahre) - eine oder zwei Personen vom Haus werden dann die Eltern unterstützen, sodass sie auch an anderen Aktivitäten teilnehmen können.
b) für alle anderen Kinder beginnt ein auf sie abgestimmtes Programm - bis 12.45
c) achtsames Tun für die Eltern (angeleitet durch die Sangha)
11.15 Vortrag (für die Eltern)
13.00 Mittagessen für alle
Bis zur Gehmeditation um 15.30 sind die Eltern mitverantwortlich für eine ruhige Zeit im Haus.
15.30 Alle treffen sich wieder in einem Kreis, anschließend Gehmeditation
a) die kleineren Kinder begleiten die Eltern, anschließend achtsamer Kindergarten bis 18.00
b) die größeren gehen 15 - 20 min. gemeinsam mit den Erwachsenen und teilen sich dann in eigene Gruppen auf - bis 18.00
17.00 - 18.00 Gesprächsrunden oder Tiefenentspannung für die Eltern
18.30 Abendessen für alle
Die Zeit nach dem Abendessen bis zum Schlafengehen der Kinder wird von Eltern und Kindern gemeinsam getragen und liegt in der Verantwortung der Eltern
21.00 Meditation für alle Eltern
(eventuell können größere Kinder für einen kürzeren Zeitraum ebenfalls im Meditationsraum sein, was die meisten sehr gerne machen)
Am Mittwoch gibt es einen "persönlichen Praxistag" für alle, d.h. außer den Mahlzeiten wird kein Programm angeboten, da die Eltern und Kinder diese Zeit nützen können, um gemeinsam etwas zu unternehmen oder auch nur zusammen zu sein. Die gemeinsame Praxis beginnt dann wieder mit der abendlichen Meditation um 21.00.
Freitag nachmittag (ab 15.00) - gemeinsamer Abschluss mit Beiträgen der Kinder.
Es liegt uns sehr am Herzen,
dass Eltern und Kindern diese Woche des gemeinsamen Praktizierens geniessen, eine entspannte und freudige Atmosphäre entsteht, und dass sie viele Anregungen und praktische Übungen in ihren gemeinsamen Alltag zurück bringen können.
Wir möchten die Eltern daher bitten, ihren Kindern - vor allem den größeren - deutlich zu machen, dass diese Woche des gemeinsamen Praktizierens nicht ein Urlaub im üblichen Sinne mit Ausflügen und Herumtollen ist. Sicherlich ist genügend Zeit für Spiel, Ausflug und Feiern vorgesehen. Die Kinder sollten jedoch motiviert sein, die von uns angebotenen Praxiszeiten mit einer gewissen Freude und Bereitwilligkeit am Miteinander und Lernen anzunehmen.
Die Eltern sollten sicher sein, dass ihre Kinder sich gut in Gruppen integrieren können, so dass alle Kinder die Erfahrung einer annehmenden, toleranten und teamfähigen Gruppe machen können.
Falls in dieser Hinsicht seitens der Eltern Unsicherheit besteht, möchten wir sie bitten, zu einem anderen Zeitpunkt mit den Kindern zu uns zu kommen, so dass die Kinder mehr Aufmerksamkeit und Führung von uns erhalten.
[Anmeldung und Preise]
[Bilder vom letzten Familienretreat]