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An einem Retreat teilzunehmen,

heißt zunächst, dass wir uns an einen stillen, abgelegenen und friedvollen Ort zurückziehen. Allein durch die äußeren Bedingungen sind wir weniger oder gar keinen irritierenden Impulsen ausgesetzt und können von unseren Sorgen und Problemen Abstand gewinnen. Die äußerlichen Bedingungen sind bereits sehr hilfreich, unsere sonst gewohnten Verhaltensweisen, die meistens automatisch und impulsiv sind, weniger oder gar nicht mehr zu "nähren". Damit wird die eigentliche, tiefere Bedeutung von Retreat - Rückzug - deutlich: wir ziehen uns aus unseren gewohnten Reaktionen und Denkmustern zurück und richten uns ganz auf Bewusstheit und Wachheit aus!

Diesen Prozess wollen wir noch dadurch unterstützen und vertiefen, dass wir:

  • uns ganz auf das Retreat und das Praktizieren in der Gemeinschaft einlassen, an allen Aktivitäten des Retreats teilnehmen und uns während des "Achtsamen Tuns" an den gemeinschaftlichen Aktivitäten, wie Mahlzeiten vorbereiten, putzen etc beteiligen.
  • uns während der Retreatzeit nicht in Ausflügen und Einkäufen in der näheren oder weiteren Umgebung verlieren.
  • sehr bewusst darauf achten, wie wir mit unserer Zeit umgehen, wie wir in den Zeiten des "Nichtstuns" und der Langeweile dazu neigen, in Aktivitäten wie zum Beispiel telefonieren, lesen, Briefe schreiben und Gespräche ausweichen.
  • dass wir sorgsam beobachten, wie leicht uns Reden aus unserer Mitte bringt, wie sehr Schweigen, Still sein, negativ besetzt ist und vor allem, wie sehr wir darauf fixiert sind, dass das wesentlichste Kommunikationsmittel die Sprache ist. So können wir zu einer bewussten, aktiven Stille und einem achtsamen Zuhören gelangen und neue, nonverbale Kommunikationswege entdecken.

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